Bergtour zum geografischen Mittelpunkt der Schweiz

Anstrengende, aber abwechslungsreiche Tour mit vielen Höhepunkten.
Mit Seilen und Ketten gesicherte Felspartien, Schluchten und immer wieder grandiose Aussichtspunkte.
 
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Routenbeschreibung:

 

Wanderzeit der beschriebenen Strecke: ca. 6 Std. aufwärts 1560mm, abwärts 700 m


Route: Stöckalp 1075 m - (1) Stepfen 1500 m - (2) Innerbach 1832 m - (3) Bachegg 1860 m - (4) Älggi-Alp 1645 m,
(5) geografischer Mittelpunkt der Schweiz (3 h) - (6) Seefeld-See 1844 m - (7) Seefeld-Grat 2045 m - (8) Abgschütz 2222 m
 - (9) Blauseeli 2000 m - Melchsee-Frutt 1936 m (3 h).
 

Bei der Stöckalp gehts zuerst 10 Minuten der Strasse entlang Richtung Melchsee-Frutt, bis unser Weg zur Älggi-Alp nach rechts abzweigt. Dabei sehen wir rechts hoch oben die Bergstation einer Materialseilbahn, wo unser erster Stundenhalt sein wird. Beim Rehboden auf 1208 m wählen wir den direkten Weg "Älggi 2.40 h" über "Stepfen".

Immer steiler gehts nun im Wald bergauf, meist am Rand der wilden Schlucht. Der Weg ist erstaunlich gut markiert und gesichert. Zwei Felspartien werden mit Hilfe von Treppen überwunden. Auf der Alp Stepfen geniessen wir eine tolle Aussicht ins Tal. Es lohnt sich auch ein Blick in die zum WC umgebauten Seilbahnkabine, die ein ideenreicher Älpler in seine Hütte integriert hat! Weit oben im Sonnenhang sehen wir die Alp Innerbach, unser nächstes Ziel.

Der Weg ein Stück der Höhenkurve entlang, neigt sich dann zum Bach hinunter, wo der Umweg über das Chlisterli mit unserem Pfad zusammentrifft. Die folgende 20-minütige Wegstrecke ist wohl während des ganzen Jahres nass, sumpfig und rutschig, und ein paar Mal müssen Bäche überquert werden (Reservesocken nicht vergessen). Gut auf die neuen Markierungen achten! Endlich steigt der Weg aus dem Tobel auf die rechte Seite hoch und führt über die Alp Innerbach zur Passhöhe Bachegg hinauf (1 h). Schöne Panoramasicht! Im Hintergrund sehen wir die Alphütten der Seefeldalp und staunen, dass unser Weg an jener Geröllhalde entlang führen soll. Doch zuerst zum Mittelpunkt der Schweiz!

Hier auf der Bachegg ist die einzige Unsicherheit des Tages (die beiden Wegweiser sind überklebt). Das neue Alpsträsschen rechts liegen lassend, wandern wir in der gleichen Richtung weiter, wie wir hergekommen sind. Der Weg bergab ist tief eingefurcht und mündet 100 Höhenmeter tiefer in ein Alpsträsschen ein.

Von weitem sieht man rechts unten die Älggialp und ca. 200 m links vom Restaurant im eingezäunten Areal den Triangulationspunkt. Wir wandern weitere 120 Höhenmeter bergab, an der Kapelle vorbei und direkt zum kleinen Hügel, wo wir einen Finger in den Mittelpunkt der Schweiz stecken können.

Für den Weiterweg müssen wir nicht mehr den gleichen Weg retour. Nach 5 Minuten weist eine Hausinschrift "Abgschütz" zu den Felsen hinauf. Steil, aber gut markiert und mit Seilen gesichert, steigen wir über die Felspartie und kommen über Weiden zu einem Alpsträsschen, das zum Seefeld-See führt; ein idyllisches Plätzchen zum Picknicken. Entlang der Markierungspfosten steigen wir nun rechts zur Alphütte hinauf und freuen uns, dass es sich in der von ferne beobachteten Geröllhalde mühelos wandern lässt. Regelmässig gehts bergauf, teilweise ist der Weg überaus glitschig, und wir sind froh, nicht bergab gehen zu müssen.

Auf dem schmalen Seefeld-Grat können wir uns nicht vorstellen, wo es die letzten Meter noch bergauf gehen soll. Also verlassen wir uns auf die Markierungen! Sie führen uns links leicht abwärts zu den Felsen, wo uns ein Wegweiser scheinbar senkrecht hinauf schickt. Jetzt wird's eher ein Klettern als ein Wandern! Zum Glück sind fast überall Seile und Ketten befestigt, die uns helfen, den Aufstieg zu bewältigen. Gewaltig ist die Sicht oben auf dem Abgschütz, vom Titlis und Sustenhorn bis in die Berner Alpen, tief unter uns den Seefeld-See und die Aelggi-Alp, und auf der andern Seite das Wandergebiet der Melchsee-Frutt mit dem Melchsee.

Ohne gross an Höhe zu verlieren, gehts vom Grat nach rechts (der Wegweiser zeigt zu wenig nach rechts; entsprechende Wegspuren bergab sind falsch), wo auf der andern Seite des Zauns ein gut angelegter Zickzackweg talabwärts führt.

Wir aber wandern auf gleicher Höhe weiter, am romantischen Blauseeli vorbei und hinunter zum Damm des Melchsees. Am Ende des Damms umgehen wir die Hotel-Bauruine links und befinden uns im Zentrum von Melchsee-Frutt (Laden). Nebenan befindet sich die Bergstation der Seilbahn Melchsee-Frutt - Stöckalp.